Die Geschichte des SC Holligen 94

 

 

Der SC Holligen 94 wurde am 23. Juni 1994 aus der Taufe gehoben. Die Gründungsversammlung fand im Restaurant Höhe in Bümpliz statt. Die beiden Vereine, der SC Post Bern, Gründungsjahr 1938, und der FC TT Bern, Gründungsjahr 1949, hatten beschlossen ab 1994 einen gemeinsamen Weg zu bestreiten. Nach sorgfältiger Abwägung der Vor- und Nachteile waren beide Vereine bereit zu fusionieren.

 

Im Jahre 1988 feierte der SC Post sein 50jähriges Bestehen, welches in einer Jubiläumsschrift festgehalten wurde.

 

Unter dem Präsidium des ersten Präsidenten, Robert Haldemann, und dem Leiter der Spielkommission, Peter Blank, wurde die erste Saison 1994/95 mit sieben Aktiv- und sechs Juniorenmannschaften in Angriff genommen. Der Trainer der ersten Mannschaft war Bernhard Fuhrer. Im ersten Vereinsjahr spielten zwei Mannschaften in der 3. Liga.

 

Saison 1994 - 2004

 

In den vergangenen Jahren kämpfte der SC Holligen 94 mit unterschiedlichem Erfolg. Gute Klassierungen konnten bei den Junioren und den Aktiven verzeichnet werden. Den A-Junioren gelang in der Saison 97 unter der Führung von Ginardi Gerardo der Aufstieg in der Meistergruppe. Aber auch der Abstieg der ersten Mannschaft in die 4. Liga musste verkraftet werden.

 

Von 2000 bis Ende Saison 2003 trainierte Hans Schüpbach die 1. Mannschaft. Unvergesslich bleibt die Saison 2000/2001, in welcher dem Fanionteam nach durchgehend glanzvollen Leistungen der direkte Wiederaufstieg in die 3. Liga gelang. In der Saison 2001/2002 stieg die Mannschaft leider wieder ab. Die Enttäuschung war gross, doch positiv war, dass alle Spieler den sofortigen Wiederaufstieg schaffen wollten.

 

Im Jahr 2002/2003 in der 4. Liga zeigte die erste Mannschaft eine sensationelle Leistung. Ab dem zweiten Spieltag stand sie ununterbrochen an der Tabellenspitze und der Wiederaufstieg war gelungen.

 

Nach diesem Wiederaufstieg beschloss Trainer Hans Schüpbach sich zurück zu ziehen. Als Nachfolger engagierte der Vorstand Rolf Rietmann. Die 1. Mannschaft spielte in der Vorrunde gut, doch die Chemie zwischen Rietmann und den Spielern stimmte nicht. Die Mannschaft holte den 7. Rang und man verabschiedete sich von Rolf Rietmann.

 

Saison 2005 - 2008

 

Der Verein musste für die Saison 2004/2005 auf Trainersuche gehen. Einen neuen Trainer zu finden ist recht anforderungsreich. Ein Kandidat nach dem anderen sagte ab und musste von der Liste gestrichen werden. Doch dann brachte Roberto Grassi einen bisher unbekannten Namen ins Spiel: Kurt Bischoff. Kurt sagte zu und übernahm die Mannschaft mit viel Energie und Ehrgeiz. Diese Eigenschaften übertrugen sich in kurzer Zeit auf das Team. Unter diesen guten Voraussetzungen und mit viel Einsatz klassierte sich die 1. Mannschaft im ausgezeichnete 4. Schlussrang, welcher gleichzeitig die bisher beste Platzierung bedeutete. Trotzdem verliessen nach Saisonende einige gute und wichtige Spieler den Verein, sie wollten ihr Fussballglück in höheren Ligen herausfordern.

 

Für die Saison 2005/2006 konnten keine neuen Spieler gefunden werden, die die Abgänge hätten kompensieren können. So musste die Mannschaft um einiges geschwächt in die neue Saison. Trotzdem holten sich Trainer Bischoff und seine Jungs den 10. Schlussrang. Auf Ende dieser Saison gab Küre sein Amt aus privaten Gründen ab. Die Mannschaft und der gesamte Verein bedauerten seinen Entscheid sehr. Er hinterliess im Verein aber einen bleibenden guten Eindruck.

 

Dem Nachfolger, Salavatore Galeno, waren somit nicht gerade optimale Voraussetzungen beschert, die es ihm nicht leicht machten in die Fusstapfen von Kurt Bischoff zu treten. Er hatte es dann tatsächlich nicht einfach. Die Mannschaft liess ihn nicht an sich heran, sie war für ihn nahezu unerreichbar. Der neue Trainer engagierte sich sehr und suchte mit dem Team den Erfolg. Doch die Mannschaft verweigerte sich ihm. Nach nur einem halben Jahr, nach Abschluss der Vorrunde, warf Galeno das Handtuch. Im Winter übernahm Giampiero Matiz, ein SC Holligen 94 Urgestein, die Mannschaft und sicherte dem Verein mit dem 9. Schlussrang den Klassenerhalt.

 

Während diesen eher turbulenten Jahren, mit dem anhaltenden Kommen und Gehen der Trainer der Fanionequipe, machte die 2. Mannschaft sehr positiv von sich reden. Im Sommer der Saison 2006/2007 trat Roberto Campanielli sein erstes Amt als Trainer einer Aktiv-Mannschft an und nahm dabei alle seine bisherigen B-Junioren mit in das Team der 5. Liga. In der Vorrunde mussten Trainer und Mannschaft viel Lehrgeld bezahlen und liefen von einer Niederlage in die andere. In der Winterpause bereitete sich die Mannschaft mit viel Training und Einsatz für die Rückrunde vor. Keine Niederlage und der 5. Schlussrang waren der Lohn für die starken Leistungen.

 

In der Saison 2007/2008 durften die Mannschaft und Roberto endgültig aus den bisherigen Erfahrungen ernten, konnten ihre Lestungen weiter steigern und erreichten den Aufstieg von der 5. in die 4. Liga. Damit war die Erfolgsstory der 2. Mannschaft noch nicht beendet. Nach einer tollen Saison mit super Leistungen, die alles andere als selbstverständlich waren, schaffte sie den Gruppensieg in der 4. Liga und den direkten Durchmarsch nach oben in die 3. Liga.

 

Während diesen beiden Jahren kämpften Giampiero Matiz und die 1. Mannschaft mit grossem Einsatz und Willen um den Verbleib in der 3. Liga. Verletzungen und viel Pech in den Spielen führten immer wieder zu Rückschlägen. Trotzdem klassierten sie sich auf dem 9. Schlussrang. In der Saison 2007/2008 lief es weiterhin nicht rund. Coach Matiz standen immer weniger Spieler zur Verfügung. Dies führte zu ständig wechselnden Aufstellungen und ein geordneter Trainingsbetrieb konnte auch nicht aufrecht erhalten werden. Spieler aus der 2. Mannschaft mussten immer wieder mal aushelfen. Zum Saisonende konnte trotz all den Widrigkeiten wiederum der 9. Platz erreicht werden.

 

Saison 2008 - heute

 

Ende der Saison 2007/2008 stand der Verein also mit zwei 3. Liga Mannschaften zu Buche. Die Zeit schien gekommen zu sein, um frischen Wind in unserem Verein zu bringen. Der Vorstand lud alle Trainer und Captains der Aktivmannschaften zu einer ausserordentlichen Vorstandssitzung ein. Wie viele andere Vereine hatte der SC Holligen sehr damit zu kämpfen, seine Mitglieder für ein Engagement für die Vereinsarbeit zu gewinnen. Insbesonders junge Vereinsmitglieder schienen sich nicht dafür zu interessieren. Als Folge der ausserordentlichen Vorstandssitzung entschied sich eine Truppe aus jungen und motivierten Vereinsmitgliedern allen Vorurteilen Lügen zu strafen, Verantwortung für den Verein zu übernehmen und neue Ideen einzubringen. Nach vielen gut geführten Gesprächen entschied sich die ältere Garde im Vorstand ihre Ämter abzugeben und den Jungen Platz zu machen. An der Hauptversammlung im Juni 2008 votierte die Mehrheit der Vereinsmitglieder für diesen signifikanten Generationenwechsel. Zum neuen Präsidenten wurde mit Kurt Bischoff der Mann gewählt, mit welchem wir sportlich das bisher beste Ergebnis in der Geschichte des SC Holligen 94 erreichten. Der bisherige Präsident Ernst Kurt und insbesondere der langjährige Spiko Pesche Blank wurden für ihre grossen Verdienste und ihr aussergewöhnlich starkes Engagement für den SC Holligen 94 mit einer nicht enden wollenden Standing Ovation geehrt. Mit dem stark verjüngten Vorstand brach für den Verein eine neue Zeit an.

 

Saison 2012

 

Gewinner des Integrationspreises der Stadt Bern 2012

 

Der SC Holligen 94 hat den Integrationspreis der Stadt Bern 2012 gewonnen. Der  Gewinn dieses Preises stellt für den Verein eine grosse Ehre dar und bestätigt, dass der SC Holligen 94 mehr ist als nur ein Fussballklub. Es ist ein starkes Zeichen für das Herzblut und die Arbeit, welche in unserem Verein zum Wohle der Gesellschaft und besonders zur Integration von Menschen verschiedener Kulturen geleistet wird. Dafür dankt der SC Holligen 94 der Jury und der Warlomont-Anger-Stiftung ausserordentlich.

 

Präsidenten des SC Holligen 94

  • ab Juli 2016: Otto Mauchle 
  • 2011 - 2016: Reto Casanova
  • 2008 - 2011: Kurt Bischoff
  • 2003 - 2008: Ernst Kurt
  • 1999 - 2003: Jean-Paul Cina
  • 1998 - 1999: vakant
  • 1994 - 1998: Robert Haldemann